EPIGRAPHISCHES AUS AEG INA.

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1 i, ff r/j y S'l»tri Sri JsSy* U σ / EPIGRAPHISCHES AUS AEG INA. VON PROF. DR. MAX FRANKEL IN BERLIN. AUS DEM ANHANG ZU DEN ABHANDLUNGEN DER KÖNIGL. PREUSS. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN ZU BERLIN VOM JAHRE BERLIN VERLAG DER KÖNIGL. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. IN COMMISSIÜN BEI GEORG REIMER.

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3 EPIGRAPHISCHES AUS AE(«INA. VON PROF. DR. MAX FRANKEL IN BERLIN. AUS DEM ANHANG ZU DEN ABHANDLUNGEN DER KÖNIGE. PREUSS. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN ZU BERLIN VOM JAHRE BERLIN VERLAG DER KÖNIGL. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. IN COMMISSION BEI GEORG REIMER.

4 Vorgelegt in der Gesammtsitzung am 11. März 1897 [Sitzungsberichte St, XIV. S.227. Zum Druck eingereicht am gleichen Tage, ausgegeben am 31. Mai 1897.

5 Auf der im Herbst 1896 unternommenen zweiten Reise für das von mir zu bearbeitende Corpus Tmcriptionum Graecarwn Peloponnesi et insularum vicinarumauf der ich micli wie auf der ersten der Begleitung des Herrn Dr. Karl Fredrich zu erfreuen hatte, habe ich mich neun Tage auch in Aegina aufgehalten. Inschriften trifft man hier, aufser einigen bekannten im Gebirge noch annähernd an ihren ursprünglichen Stellen im Freien liegenden archaischen Stücken und den in den massenhaften Gräbern, soweit man sie gerade nicht wieder zugeschüttet findet, aufgemalten, in privaten Grundstücken zerstreut und vor allem zahlreich in verschiedenen Räumen des Dimarchion und in oder vor dem grofsen Gebäude, das jetzt als Gefangnifs dient und ehemals Waisenhaus war. Ich habe gegen hundert Steine copiren können und verdanke diesen reichen Erfolg der thatkräftigen Unterstützung Einheimischer, zunächst dem stellvertretenden Dimarchen M. Emma11u.il, dessen Machtwort oder Empfehlung mir in den öffentlichen Gebäuden jeden Winkel zugänglich machte und stets hülfreiche Hände zum Wenden der Steine bereit stellte; für die zerstreuten Inschriften hat mit unermüdlicher Liebenswürdigkeit der ortskundige Lehrer Antonios Pelekanos, der mich Tage lang begleitete, unschätzbare Dienste geleistet: ebenso auch der in Deutschland gebildete Vorsteher der hellenischen Schule Dr. P. Iriotis, der die epigraphische Wissenschaft durch eine als Schulprogramm 1893 veröffentlichte werthvolle Monographie über aeginetische Inschriften bereichert hat. Die in den beiden öffentlichen Gebäuden vorhandenen Denkmäler sind der Uberrest des ersten centralen Antikenmuseums, das der neue griechische Staat in dem damaligen Waisenhause von Aegina gegründet hatte. Es 1 *

6 4 Μ. F R Λ Ν Κ Ε Τ, wurde im März 1829 unter der Epliorie von Λ. Mustoxydis eröffnet; sein erster Vorsteher war der Archimandrit Leontios Kampanis, der bis Juli 1832 fungirte. Sein und zugleich Mustoxydis'Nachfolger A. Iatridis blieb im Amte, bis im October 1834 die aeginetische Sammlung ihrer Bestimmung als Centraimuseum entkleidet wurde und er die Schlüssel mit einem doppelt ausgefertigten Inventar an den Leiter der Kriegsschule zu übergeben hatte. Am 24. November 1836 wurde der Transport der Alterthümer nach Athen verfügt und im September 1837 ausgeführt; doch sollte in Aegina ein Localmuseum verbleiben, und es wurden daher laut Protokoll vom 28. September 1837 dem Dimarchen»eine Anzahl von Architekturstücken und werthlosen Gefäfsen, 48 Inschriften und 87 Reliefs«übergeben. Unter den Reliefs sind hier, wie der heutige Bestand zeigt, zu allermeist ebenfalls mit Inschriften versehene Grabsteine verstanden. Nach Athen kamen»neun mit Gefäfsen gefüllte Körbe, einige andere Altertümer und 95 Statuen und Reliefs«. Diese Thatsachen, die ich aus Paul Kavvadias' Prolegomena zu seinen Γλντττα τον εθνικού Μουσείου I (ei> Αθηναίε ) wiederhole, zeigen, dafs die Provenienz der in den beiden öffentlichen Gebäuden von Aegina befindlichen Steine zunächst ganz unsicher ist. Nach Kavvadias' auf das Protokoll gestützten Mittheilung (a.a.o. p. 20) meinte man,»aufsei* zweien Reliefs alles auf der Insel selbst Gefundene und eine Anzahl hauptsächlich aus I)elos stammender verstümmelter Reliefs«zurückgelassen zu haben. Aber dafs diefs keinen Anhalt gewährt, zeigt sich schon darin, dafs wir einerseits von den ehemals im aeginetischen Museum vereinigten Inschriften u. a. eine so wichtige aeginetischer Provenienz wie das Psephisma C. 1. Gr. II add /> 1 jetzt im Museum von Athen finden, andererseits in Aegina Steine, die sofort als megariscli und attisch zu erkennen sind. Unsere Mittel, eine Sonderung durchzuführen, würden ganz unzureichend sein, wäre nicht das Inventar aufgefunden worden, das Kampanis über die Eingänge des ihm unterstellten Museums von dessen Eröffnung bis zu seinem Abgange geführt hat, wobei er die Provenienz jeder Nummer angegeben hat. Diese unschätzbare Urkunde, die bei der General-Epliorie im Unterrichts-Ministerium zu Athen aufbewahrt wird, veröffentlicht zu haben (Γλντττά 1 ρ. ι ι ff.), ist eines der grofsen Verdienste von Paul Kavvadias. 1 Vergl. das gleich zu erwähnende Inventar von Kanipanis ]>. 32 Nr. 344.

7 Epigraphisches ans Aegina. Γ> I)io einzelnen Actenstücke, ans denen das Inventar besteht, sind sämtlich am io. Juli 1832 von Kampanis unterzeichnet worden 1, also begleitete es offenbar das Protokoll, durch das er die Sammlung seinem Nachfolger übergab 2. Das entsprechende Inventar Iatridis' vom Jahre 1834 ist leider bisher nicht wieder zum Vorschein gekommen, und so bleiben wir über eine Anzahl von Steinen (S. 11 Anm.i) noch in bedauerlicher Unsicherheit. Die Pflicht, die Herkunft der von mir in Aegina gesammelten Inschriften nach Möglichkeit zu ermitteln, nöthigte zu einer Durcharbeitung des Verzeichnisses von Kampanis, unter Heranziehung der anderen Zeugnisse über den inschriftlichen Bestand des ehemaligen Central-Museums 3. Das Ergebniis dieser Arbeit will ich in der Weise vorlegen, dafs ich in übersichtlicher Aufzählung die Mittheilungen über die von mir gesehenen Steine mit dem aus den gedruckten Quellen zu Gewinnenden vereinige. Den Hauptzeugen Kampanis habe ich, um für die Benutzung meiner Listen weiteres Nachschlagen möglichst zu ersparen, fast überall mit seinen eigenen unverkürzten Worten sprechen lassen. Ausgeschlossen habe ich von den in seinem Verzeiclinifs enthaltenen Stücken nur, was das zukünftige Corpus allein angeht, also das Peloponnesische und Aeginetische, dem nicht in der Litteratur fälschlich eine andere Herkunft zugesprochen worden ist. Voranschicken möchte ich einigen einleitenden Ausführungen eine Provenienz-Liste der gesamten, also nicht blos der inschriftlichen von Kampanis verzeichneten Eingänge, wobei jedoch seine Aufzählung von Münzen, Terracotten und anderen kleinen Gegenständen (S. 33 ff.), die er ohne Numerirung gelassen hat, aufsei* Acht bleiben konnte. Die Zahlen geben Kampanis* fortlaufende Nummern an. Aegina S "' Die Jahreszahl 1830, die wir einmal, auf S. 26, lesen, ist gewifs nur Druck- oder Schreibfehler. 2 Dazu stimmt sein unten S. 6 Anm.5 abgedruckter \ r ermerk. 3 Nicht benutzen konnte ich leider Mustoxydis' Ή Αϊγιναία, Έψη/ιβρίε φιλολογική (1S31), die ich in den Bibliotheken von Berlin, Bonn, Göttingen und Halle vergeblich gesucht habe. 4»"Gij)ef}6v αυτό.. ό υπότροφος n/s Kvßepvi'icreois«. Die Angabe der Provenienz würde nicht fehlen, wenn es nicht Aegina selbst wäre. Es ist gewifs das noch heute im Dimarchion befindliche Grabrelief, dessen Inschrift bei Le Bas, Voy. Inscr steht. 5 Uber die Provenienz von s. unten zu unserer Nr. 51.

8 Γ) Μ. F Ii ANKEL Altika Athen Salamis Eleusis Eleusis und Megara Megara Pdopoiines. Korinth Nauplion Myli IIagios Petros (Kynuria) llermione JVoi'ilgrieclienlaml. Theben Naupaktos Makedonien Inseln. Poros Keos Kythnos Andros Tenos 132. Mykonos '". Aus Mykonos, ursprünglich rheneischer Provenienz Rheneia Syra Oonfiscirt in Syra Aus Syra, ursprünglich parischer Provenienz Paros Kreta Unbekannte Provenienz ' Ehe wir die Kampanis'schen Listen benutzen, müssen wir prüfen, mit welchem Zutrauen wir diefs thun dürfen. Es hat sich ergeben, dafs das von Kavvadias (Γλυτττά 1 ρ. ίο) ausgesprochene Urtheil lediglich zu wiederholen ist: es fehlt den andeutenden Beschreibungen jede Sachkunde und Genauigkeit, aber die Angaben über die Herkunft sind sorgfältig und zuverlässig. I11 der That werden diese in allen Fällen bestätigt, wo uns eine ganz sichere Controle durch andere Zeugen möglich ist: man findet Belege hierfür unten zu unseren Nummern Iii Damit sind die Bestätigungen nicht einmal erschöpft; wir können hierin also unbedingt auf das Inventar bauen, und die starken, bei 1»τών MvKo)v«, gewifs das argivische Myli (Lerna); das euboeische wäre wohl näher bezeichnet worden unten S. 7 f. 3 Es steht immer Δήλος, womit bei Grabsteinen nur Rheneia, neugriechisch Μβγάλη Δήλος, gemeint sein kann. Das eine Mal, wo Kampanis Delos verstanden wissen will (Nr. 244), sagt er unterscheidend Μικρά Δήλος. 4 Über die Provenienz von 113 und 114 s. unten zu unserer Nr Die Nummern 140 und 197 sind aus Versehen in dem Inventar übergangen, was Kampanis bei der Übergabe ausdrücklieh zu Protokoll gab: p. 25 " ΆριΗ/ιο] μη βνρη- Otvres eis τυν παρόντα Καταλογον, ύιυ ßeßcaovTdi napa τον ιδίου Κ. Kauττάνη«.

9 Epigraphisches ans Aegina. Γ> der Lesung der Inschriften begangenen Fehler haben seinen hohen Werth für unsern Zweck nicht wesentlich beeinträchtigt, da die Identificirung dennoch zumeist mit Sicherheit möglich ist. Wo nur das Vorhandensein einer Inschrift ohne eine Andeutung ihres Inhaltes angegeben ist, habe ich auf Vermuthungen verzichtet; es mag hier eine kunstarchaeologische Untersuchung, die dringend zu wünschen ist, noch einige Identificirungen herausbringen können. Einer Rechtfertigung bedarf die Zuteilung der Kampanis'schen Nummern (unten in dem Abschnitt IV C) nach Mykonos. Diese Herkunft wird nämlich nicht angegeben: die Steine sind in einein besondern Actenstück verzeichnet, das folgende Aufschrift trägt:»katcixoyos των αρχαιοτήτων, άττοστβχχομένων npos την βττιτροττην Ti]s ΟίκονομίαΞ δια τον inτ' αριθ. 44^6 έγγραφου«, d. Ii.»Verzeichnifs der laut Regleitschreiben Nr an den Vorstand der Verwaltung eingesandten Alterthümer«. Die Aufzählung erfolgt dann in kleinen, 1 12 Nummern umfassenden Abschnitten, deren jeder eine Uberschrift trägt: der letzte»δημο^εροντία Μηκώνου (,Altestenrath von Mykonos") δωρβαίdie übrigen je einen Personen-(Vorund Familien-)Namen, drei Mal ebenfalls mit dem Zusatz δωρβαί' 2. Offenbar war der Wohnsitz dieser Personen, selbstverständlich der Vorbesitzer, mit dem Absendeort, der aus dem Begleitschreiben zu ersehen war, identisch; denn wären, was an sich ja möglich wäre, die Stücke aus verschiedenen Orten vorerst an eine Sammelstelle zusammengebracht worden, um von da nach Aegina befördert zu werden, so ist es undenkbar, dafs man nicht zu den Personennamen die Wohnorte angegeben hätte. Also ist die Provenienz aller dieser 56 Stücke eine einheitliche: Mykonos. Nun berichtet der Bildhauer EmilWolff in den Annali de/i Instituto 1829 ]). 141»Rico)/trat -- molti -- cippi presso divers i abitanti cli Sin/ e di Miconi ed in un mayazzino de//' ultima isola ne vidi ρ in di quaranta; i quali per ordine del (joverno eonie effetti pidmiei erano raeco/ti dai parti- 1 Diese authentische Übersetzung verdanke ich Hrn. Paul Wolters in Athen. Nach gütiger Auskunft des Hrn. Kavvadias ist das Begleitschreiben nicht mehr vorhanden. 2 Nach gütiger Belehrung des Hrn. Prof. Mitsotakis stammte die Dimogerontia von Mykonos noch aus der türkischen Zeit; noch heute gäbe es diese Einrichtung in den unter türkischer Herrschaft stehenden griechischen Inseln. Die Dimogeronten, die Vorsteher der christlichen Gemeinde, von der sie gewählt werden, haben unter dem Vorsitz des Bischofs die christlichen Schulen und Kirchen und die vormundschaftlichen Angelegenheiten zu verwalten und ihre Gemeinde gegenüber den türkischen Behörden zu vertreten.

10 8 Μ. F Κ Λ Ν Κ Ε Ι, volari possessorij che so/eoauo formarsene una specie di commercio coi capitata de bastamenti e cd viayyatori ehe approdavano (dt isoin«. Ans diesem nia- (jazzino von Mykonos wird nach Wolff's Zeichnung in den Annall ρ. 146 die Inschrift veröffentlicht, die sicher als von Kampaiiis Nr. 274 (s. unten unsere Nr. 94) in unserer Rubrik aufgeführt zu erkennen ist, und die auch von den Mitgliedern der Expedition de Moree in Mykonos gesehen war; vergl. III S. 34 Nr. 20, mit der Angabe p. 8»venant de Delos et dessinee T. 19, i ä Myconi«. Noch zwei weitere zugehörige Stücke haben die Mitglieder dieser Expedition in Mykonos gezeichnet: Kampanis' Nr. 262 (s. unten unsere Nr. 86) und die von Kekule, Die antiken Bildwerke im Theseion S unter Nr. 274 als»abbozirte Harpyie«beschriebene Marmorligur, die in dem grofsen französischen Werke III pl. 22, 1 mit der Angabe (p.8) altgebildet ist»(jette fi(jure } maintenant au musee d'efjincj α ete dessinee ä Myconi«. Denn diese Figur ist, wie mir Paul Wolters bemerkt, identisch mit der von Kampanis Nr. 242 sonderbar beschriebenen:»άγαλμα μαρμάρίνον, v\f/os τριών 'AjjXikmv ττοδών, ιταρασταίνον δαιμόνιον ywaikos, ('πτο execpavticicriv ττασχοΰσ-ηξ«man sieht, dafs der Schlufs auf einheitliche Provenienz aller dieser Stücke die Probe aushält. Ohne Zweifel hatten die aus Privatbesitz stammenden den Inhalt des von E. Wölfl' erwähnten Magazins gebildet, der von der Regierung zum Zwecke der Überführung nach Aegina tlieils durch Kauf, tlieils durch Schenkung erworben worden war: die vorherige»sammlung«derselben bedeutete keine Confiscation, sondern nur die Sicherung gegen befürchtete Ausfuhr. Es ist sehr verständlich, dafs der Altestenrat die in seinem Besitz, vermutlich in der Schule befindlichen fünf Stücke als Geschenk hinzufügte. Dafs für das aeginetisclie Museum auch durch Kauf gesorgt wurde, ist sicher durch mehrfaches Zeugnifs Kampanis'". Das Museum war, wie die Liste S. 5 f. ergibt und natürlich ist, vorzugsweise aus Gegenden beschickt worden, von denen der Transport leicht war. Für unsere Vorstellung von den Provenienzen, die dennoch möglich 1 Kekule sagt nicht zutreffend, vermutlich auf mündliche, ungenau aus Kampanis' Inventar geschöpfte Auskunft von Evstratiadis (vergl. S. IX), dafs das Stück, ebenso wie seine Nr. 65 und 163,»von Leuten aus Mykonos, welche diese Sachen in Delos (Rhenea) gefunden hatten, dem Gouvernement geschenkt wurde«. Nr. 65 ist gewifs Kampanis' Nr S. unten zu Nr , aufserdem Kampanis zu Nr. 221 und mehrfach zu den nicht numerirten kleinen Alterthümern: p

11 Epigraphisches ans Aegina. Γ> sind, ist am lehrreichsten unsere von Kampanis noch nicht verzeichnete, also zwischen 1832 und 1834 eingegangene Nr. 50, die aus Mistra gekommen ist. Aufser der Insel selbst überwiegen Salamis, Megara, vor allem aber die Cycladen. Unter den 352 Stücken, die Kampanis verzeichnet hat, waren aus Myk0110s 59, aus Rheneia 31, aus Syra 21, zusammen 1 11 gekommen, und da man wui'ste, dafs vielfach antike Grabsteine nach Mykonos und Syra von dem benachbarten Rheneia herübergebracht wurden, kann es nicht Wunder nehmen, dafs sich den ersten unkritischen Autopten für die 111 Aegina gesammelten Sepulcralsteine die Vorstellung rheneischer Provenienz nahezu verallgemeinerte. Die Mitglieder der französischen Expedition nach Morea hatten eine beträchtliche Anzahl dieser Grabschriften aufgenommen, die Ph. Le Bas 111 der Expedition de Moree III, 1838, p. 3 1 ff. und in.den Insc/riptions Greeques et Latines recueuues en Grece par la commission de Moree Call. 5, 1839, p. 1390*. unter der Überschrift»Rhene e «veröffentlichte. Der gleichen Übertreibung machte sich Pittakis schuldig, dessen Scheden über die Le Bas'sclien und andere in Aegina befindliche Inschriften Boeckli für die Addenda zum Corpus Inscriptionum Graecarum II benutzt hat; für einzelne Stücke zeigten zweiund dreifache Scheden Pittakis' ein Schwanken, das sofort die Unzuvcrlässigkeit seiner Angaben verrät: so hat er b einmal Salamis, einmal Delos zugewiesen; 92 zweimal Delos, einmal Salamis; 43 einmal Delos, einmal Mykonos. Es ist sehr natürlich, dafs Boeckli Pittakis nun keinen Glauben schenkte, wenn er einmal richtig eine andere Provenienz als Delos angab (b 42; s. unten Nr. 21). Als dann Le Bas die ehemals aeginetisclien Inschriften in der grofsen Sammlung seines Werkes»Voyage arc.heologique«abermals veröffentlichte, hat er trotz einiger berichtigter Zutlieilungen nicht blos durch Wiederholung alter Irrtümer, sondern auch durch Hinzufügung neuer die Verwirrung vermehrt 1. U111 eine vollständige Übersicht zu gewähren, habe ich 111 das unten folgende Verzeichnifs von den in den Addenden des Corpus unter Rheneia gestellten Inschriften auch die aufgenommen, die nicht in Aegina gewesen sind. Es fragt sich, was von der ursprünglichen Provenienz der Stücke zu halten ist, die sich ehemals in Mykonos, Syra und Tenos befanden; sie sind unten getrennt unter IV Α, B. C aufgeführt. Die von My- 1 So sind fälschlich nach Rheneia verwiesen unsere Nr , nach Aegina in 114, nach Salamis 19. Phil.-hist. Abk. nicht zur Akad. gehör. Gelehrter I. 2

12 10 Μ. F Ε Ä Ν Κ Ε L : konos sind gewis zum allergröfsten Teile aus Rlieneia; wenig* 1 davon werden auf Mykonos selbst gefunden, wenige von anderwärts gebracht worden sein. Denn dafs man von dem nächst gelegenen lebhaften Eilande her die verlassene delische Totenstadt lange ausgebeutet hat, ist sicher: Kampanis gibt für drei inschriftlose Denkmäler von Mykonos (Nr ) rheneische Provenienz an, ein anderes Zeugnifs findet man bei Hofs, Reisen auf den Inseln II 28; noch in unseren Tagen sind ja die kleineren delischen Funde der Franzosen in Mykonos geborgen worden. Aus Syra hatte Boeckh Abschriften zur Verfügung, die Rofs aus einem von Kokkonis verfafsten handschriftlichen Kataloge des Museums von Iiermupolis im Sommer 1835 genommen hatte. Es ist anzunehmen, dafs Kokkonis für die im Corpus Inscriptionum Graecarum zu Rlieneia gestellten Stücke (s. unten Nr. 98) diese Herkunft ausdrücklich angegeben und auch dafs er sie nicht generell ohne Prüfung vorausgesetzt hatte; denn für einen Grabstein des von ihm verwalteten Museums, C. I. Gr c/, hatte er Κ cos als Fundort vermerkt und über />78 nach Boeckh's Lemma vorsichtig nur ausgesagt, er scheine rheneisch 1. Für unsere Nr. 100 werden wir Kampanis' Ausdruck so auffassen müssen, dafs der Stein in Syra selbst gefunden sei. Für Nr. 99 ist diefs zweifelhaft; ganz unsicher aber ist die Herkunft der noch übrigen Stücke Nr , die in Syra mit sieben anderen confiscirt worden waren", und die Annahme von Rheneia willkürlich. So hat Kampanis unter Nr Stücke, die aus Syra nach Aegina gekommen waren, aber aus Paros stammten (darunter unsere Nr. 109), und unsere Nr. 105 war über Syra aus Andros gekommen. Von den wenigen ehemals tenisclien Stücken sind unsere Nummern 66 und 71 ausreichend, 104 nicht so zuverlässig als rheneisch bezeugt. Jedenfalls stellt für die unter IV C, 1), Ε vereinigten Stücke fest, dafs sie nicht aus dem Gebiete meines künftigen Corpus (und auch nicht aus Attika) stammen. Dagegen verbleibt von den Steinen des ehemaligen aeginetischen Central-Museums ein beträchtlicher Rest, über deren Herkunft 1 Später ist auch der von Thiersch in Paros abgeschriebene Stein C. I. Gr. II add. 2414A ins Museum von Iiermupolis gekommen, aus dein ihn Conze (Bullettino delv Inst. 1859, 169 Nr. 6) nochmals veröffentlichte. Der letzte wissenschaftliche Besucher des Museums von Syra L. Pollak sagt (Mitt. d. athen. Inst. 1896,194), seine Inschriften seien»von den verschiedenen Kykladen nach Iiermupolis, dem Sitz der Nomarchie, geschickt«. 2 Emil Wolff {Annali 1829 p. 140) sah in Syra zwanzig einem französischen Reisenden beschlagnahmte Grabsteine, die aus Rheneia gewesen sein sollen.

13 Epigraphisches ans Aegina. Γ> jeder authentische Anhalt fehlt, und diese werden aus Nothbehelf mit Vorbehalt, unter den Inschriften von Aegina abzudrucken sein 1. Besonders hervorheben möchte ich noch die auch für Arcliaeologen nicht unwichtige Thatsache, dafs beim Transport des aeginetischen Museums nach Athen sich ein Mifsgescliick ereignet hat: ein Teil der Steine ist im Piraeus verblieben, unter die Erde gekommen und, wenn sie wieder ausgegraben wurden, als dort ursprünglich verschüttet angesehen worden. Zwar zeigt ζ. B. unsere Nr. ι 12, dafs selbst eine datirte Fundangabe Pittakis". wie sie für Nr vorliegt (s. dort), auf Glauben keinen Anspruch zu haben braucht, und die übereinstimmenden Mitteilungen Ran gäbe's dürfen vielleicht nur als Wiederholungen angesehen werden. Aber eine Bestätigung gewährt Evstratiadis" Zeugnifs über Nr. 26, und dafs ferner Pittakis' Aussage gerade für drei aus Aegina überführte Steine wiederkehrt, dafs er einmal die Gegend des Piraeus, zweimal bestimmte Ausgrabungen, bei denen die Funde gemacht sind, bezeichnet, läfst einem Zweifel an der Thatsache keinen Raum. Scliliefslieh bemerke ich, dafs alle im Folgenden mitgetheilten neuen Lesungen und Vergleichungen, soweit es nicht anders angegeben ist, meine eigenen sind. Ι. Attika. A. Nicht im Corpus Inscriptionum Atticarum. 1. Im Dimarchion. Oberteil einer Herme. H. 0.41, br. 0.27, t ΙΩΝΙΝΕΙΚΟΜΗΛ NE ΜΕ Ω Τ Ε Ρ Ο Σ Α I Τ Ε Υ Σ Bei Le Bas, Voy. Inscr. II 1958 als rheneisch. Die Inschrift wird, solange sich nicht ein glaubhaftes Zeugnifs für ihre Herkunft aus einer Kleruchie findet, mit Nr. 2 und 3 unter die attischen aufzunehmen sein, wie mit Recht bei Nr. 10, 11, und C. I. Α. II 2300 geschehen ist, welcher Stein gleichfalls 1 Von den Rheneia zugewiesenen sind dies C. 1. Gr. 2322/; (?, vergl. unsere Nr. 95) = Le Bas !94 8 r957 Γ959-6τ Γ9 6 9 [97 6!9 8 4 i9 8 5 *9 88 τ993 Γ995!99 6 Γ999 2 ΟI I. 2017(1'). 20l Ο3Ο. 2Ο3Ι 2033

14 12 Μ. F r a n k e l im Museum von Aegina war (auch Α. II 1866). Eine Weihung an Ion ist sonst nicht bekannt, sein Schatz aus C. Ι. Α. I 210 Z. 8. Die Schrift schien mir etwa dem ersten vorchristlichen Jahrhundert anzugehören. 2. Im Dimarchion. Fragment einer Platte aus hymettischem Marmor. II. ο. 19, br. 0.33, t. ο ι ^ ι ΣΓα Μ E T p Λ Ε Ω Σ Α I Λ Λ Υ Σι νη Ν Ε ΚΚ Ε Ρ Α Μ Β Ω ' ~ QJY TYNAIKAAflc 5 " r\ τ Λ Κ Ψι{\φί(ταμβ\ vtjs τηs 7r oä.6'ws Αίλ(ί'ίη') Al'cr lcttf)(tτ\ην 6K Κβραμεο)[>'..... od, yvvuthca Λ(οιικιου) Πο.. o]i», Orrt/c t'\tos? Hei Le Bas, Yoy. II 1744 unter Aegina. Λνσ\ιστράτ\ην habe ich geschrieben wegen C. I. A. III 1724 Λυσίστρατος e Κεραμέων: möglich ist auch Λνσ-\ιμάχ]ην. 3. Im Dimarchion. Grabstele mit Palmettenbekrönung; weifser Marmor. II.0.83, br. 0.31, t Ε Χ Ε Κ Λ Η Ζ ΑΡΧ I Κ Λ Ε I Ο Υ Ρ Α Μ Ν Ο Υ I Ο 1 vacat Β Λ 5 Η Τ Γ I Ο ΑρχικΧβιονε P(tUVOVCTIOS. vacat Der Schrift nach wohl noch aus dem vierten Jahrhundert v. Chr., in welche Zeit auch die Orthographie Άρχικλβίονε palst: s. Meisterhans, Grammatik der att. Inschriften S. 36, 4. Zeile 3 und 4 scheinen nicht viel später hinzugefügt; sie enthielten den Namen und Vatersnamen eines zweiten Todten. 4. Im Dimarchion. Linke obere Ecke eines Grabsteins in Form eines Naiskos; vom Relief erhalten verstümmelter Kopf eines Jünglings. Weifser Marmor. H. 0.32, br. 0.40, t. o. 10. K A A T A I O C Ä P T G M A C Kampanis p. 20, 156»Έττβμψ-εν αύτα [Nr ] ό Kvpios Ίατρίδης την 9 Ιανναρίον 1831 (ΣαλαμΐνοΞ)... Ανάγλυφον έχον τό τβ πρόσωπον και τas χβίραξ διεφθαρμένα pe βττιγραφην. ΚλαύδιοΞ Άρτβμαε«. Bei Le Bas Yoy als rheneisch.

15 Epigraphisches ans Aegina. Γ> 5. Kampanis ρ. 1 7, (-1 2 2)»Σαλαμίε 1. Τμήμα μαρμάρου μικρόν, μβ 67τιγραφην: C7τι άρχοντος Στ ρ α.... Καλλικ ράτ ovs «. 6. Kampanis ρ. 17,118»Κολών η μικρά εχουετα Επιγραφή ν: MeveκράτηΞ«. Aus Salamis, s. zu Nr. 5. Identität mit C. I.A. II 1736 ist nicht möglich, da diese Inschrift nach Kols, Deinen p. 57 Nr. 34 schon im December 1832 in Athen war. 7. Kampanis p. 31,325»Έττιτΰμίβιον) άχυβα (ωτ6ν)~ σκαλισμένον Αρχι Χαρίου κλπ. ΣαλίαμΐνοΞ)«. Die Identität mit C. 1. Α. II 2 184: APXIAS: ΧΑ ΙΛΕΩ ist, nach der Beschreibung von Mylonas (Bullet. de corr. hellen. 4, 480 Nr. 8)»άττοληγοΰσα άνω eis ελικοειδή κόσμον, 7rpos δε την βάσιν άττοτετμημενη«nicht unmöglich, und die Fundangabe»ev rols 7τεριζ των Αθηνών«hindert nicht sie anzunehmen (s. oben S. 11); doch kann, da ja Χαρίου ohne Anstois ist, auch eine andere Inschrift gemeint sein. 7a. Ks sei die Gelegenheit benutzt, auf eine nach Korinth verschleppte attische Prytanenliste aufmerksam zu machen: Milchliöfer, Mittheil, des athen. Inst. 4, 160.] B. Zum Corpus Inscriptionum Atticarum. 8. II 987. Im zweiten Hofe des Gefängnisses. Platte von blauem Marmor, auf Vorder- und Rückseite in gleicherweise ornamentirt; s. die im Corpus nicht erwähnte Abbildung Expedition de Moree III T. 45, 3. II.0.64, br. 0.70, t Die sehr sorgfältige Schrift zeigt zum Teil deutliche Apices; sie wird trotzdem etwa dem Ende des vierten Jahrhunderts angehören. Sie ist jetzt erheblich verstümmelt: Ζ. 1 endet mit OIA, Z. 2 schon mit τ HZ, Z. 5 mit EN El und vorn sind nach aefz von 9 Buchstaben nur die unteren Theile der drei ersten erhalten, auch in der ersten Hälfte von Z. 6 sind Theile von Buchstaben geschwunden; die stärkste Einbufse hat die Schmalseite betroffen, von der Z. 1-6 zerstört sind, von Z. 7 ist nur das schliefsende übrig, von Z. 8 IAO, von Z. 9 ΙΟΦΩΝ, von Z. 10 und 1 1 fehlt je der erste Buchstabe. 1 Dieser auch für Nr geltende Herkunftsvermerk ist im Druck durch Versehen ausgefallen, wie Iii. Paul Kavvadias die Güte hatte mir mitzuteilen. 2 Hr. Prof. Mitso takis hat mich belehrt, dafs diefs in dem Inventar öfter vorkommende Yerbaladjectiv von αχυβάοα, Ilohhnuscher gebildet ist, also,muschelartig' bedeutet. Vergleicht man die bekannten Steine, bei denen das Wort angewendet ist (unten Nr ), so zeigt sich, dafs Kampanis damit halbkreisförmige Bekrönung bezeichnen will.

16 14 Μ. F R Λ Ν Κ F. L 9 II Im zweiten Hofe des Gefängnisses. Grabsäule von blauem Marmor, unten gebrochen. II Die Zeilen beginnen in der gleichen Linie, ο und η sind kleiner und stehen über der Zeile. 10. II 2123: Έττικράτηε Κηφισίον Ίωνίδης. Kampanis ρ. 32, 345»Άχνβαδωτον σκαλισμένον (μάρμαρον) μβ Επίγραμμα Έττικράκης κ. τ. λ. Σαλ(αμΊνοΞ).^ Nach Exped. de Mover III ρ. 8 zu Taf. 23, 1.2 aus Delos ins Museum von Aegina gekommen; Pittakis ('(ζφημβρίς 1764) gibt die Herkunft richtig an. fälschlich aber»evpeih] το 1833«. Kekule, Theseion II Im Dimarchion. Obertheil einer Grabsäule mit Profil von blauem Marmor. II Die flüchtige Schrift schien mir etwa dem dritten Jahrhundert v. Chr. anzugehören. Ρ Ρ Α Ξ Ω ΑΣΑ Ν Δ Ρ Ο Υ Ε Κ Κ Ε Ρ Α Μ Ε η Γ Υ Ν Η Πράξω. Acravöpon εκ Kepauean' yvvij. 0. I. Gr. 2322/>9; Expedition de Moree III 32 Nr. 10 und Le Ras, Tnscriptlons... de Moree V Nr. 208 (Ζ. 1 : ΡΡΑΞΑ) als rheneisch. 12. II 2275: HyijcriTrTTos Κηφισοδωρον AapTTTpevs. Offenbar identisch mit Kampanis p. 32, 346»Πλάκα μαρμάρου μικρά ή ί }] (Γ ιτγτγ ο s Κηφ. κτλ. Alyiι/j/s«. Danach ist der Stein aus der Reihe der attischen zu streichen; er gehörte einem aeginetischen Kleruclien, stammt also noch aus dem fünften Jahrhundert, welcher Entstehungszeit das ionische Alphabet nicht widerspricht (s. Ulrich Köhler, Athen. Mittheil. 10, 378). Der Stein ist nach Pittakis ('(ζφημβρίε 275) am 22. Februar 1839 bei Ausgrabungen im Piraeus gefunden (auch Rangabe Antiquites 1535 sagt»troiwee au Piree«), mufs also heim Transport von Aegina 1837 verschüttet worden sein; vergl. auch Nr und vorn S Als rheneisch 0. L Gr. II add und Le Bas, Voy II Im Dimarchion. Obertheil einer marmornen Stele mit elliptischem Abschlufs, in dem Palmettenornament. H. 0.56, In* t Von dem letzten Sigma fehlt die untere Hälfte. Ivampanis p »Έττιτνμβιον άχνβαδωτον. XapiTijs μ. κ. τ. λ. Σαλαμίνος)«. Die Provenienzangabe Pittakis' ist also zutreffend. 14. II Salamis, das Kekule, Theseion 210 als Fundort angibt, bezeugt Kampanis p. 15, 88 Ηλθον [Nr ] e/c rf/s Σαλαμίνος την

17 Epigraphisches ans Aegina. Γ> 30 Αύγουστου τον Ανάγλνφον κωνοει ες τριών προσώπων ---. Επιγραφή Αριστοκλή Γοργώ Άριστο νίκη«. 15. II 2366 stellt vollständig, aber fehlerhaft bei Kampanis p. 17, 116, mit der Angabe der Provenienz aus Salamis (s. zu Nr. 5), während Pittakis (Έφημ. 537) und Rangabe (Ant. 1566) aussagen, dafs der Stein 1840 bei Ausgrabungen im Norden des Piraeus gefunden ist; s. zu Nr II Im Dimarchion. Obertheil einer Grabsäule von blauem Marmor. H Folgt hier wegen der Buchstabenformen. Ε Π Ι Κ Ρ Α Τ Η Ξ Ε η ΙΚΡΑΤθΥ ΡΕ I Ρ Α I Ε Υ Kampanis ρ. 15«9 " Ήλθο ν εκ της Σαλαμίνος [s. zu Nr. 14I... Κολώνη με επιγραφή ν: Έπ ικ ρατη s ικράτου Πειραιεύς«. Pittakis {(ζφημ ι 79 2 ) hat also die Herkunft richtig angegeben. 17. II 2458 war zugleich mit Nr aus Salamis gekommen: Kampanis p. 15, 89»Κολών η με ειτιγραφάς λέγουσας Φίλινος Διοφάντου ileipaievs γόνου 8 ε Αριστομένους. ιδ. II 20θ2. Im Dimarchion. Säule von blauem Marmor. H Die Publication ist correct; nur sind die Zeilen gleich lang. 19. II 2842: Κηφισόδωρος Πολυάρχου von Velsen im Waisenhause von Aegina abgeschrieben, ist zweifellos identisch p. 11,9»('Gc mit Kampanis της Αιγίνης.) Μάρμαρον είδος κολώνας, με βάσιν και έπιγραφήν: Κΐ]φ. Γολ.«. Die Inschrift ist also aus den attischen zu streichen, unter die sie aufgenommen ist, da sie Le Bas, Voy als salaminiscli hat. 20. II Kampanis p. 21, 172 ( 173)» Elve των Αθηνών ήλθο ν την 7 Φεβρουαρίου Ανάγλυφον ήμισυ λέοντος με έπιγραφήν: Αέω ν Σινωπεύς«. 21. II 34 6 Kampanis ρ. 3 1? 334»Κολών ίδιο ν με επίγραμμα Χρήστου Τέχνωνος κτλ. Σαλ(αμϊνος)«. Von Boeckli, C.I.Gr. II add. 2322^42 trotz Pittakis' richtiger Angabe Rheneia zugeteilt. [22. II 3521, nach Klimanudis (Αττικής επιγραφαι επιτύμβιοι 2644) in Salamis gefunden, stammt nach dem Zeugnifs Kavvadias' (Γλυπτά I 759) aus Aegina, was hier mitangeführt sei, obwohl der Stein nicht im ehemaligen Central-Museum war.]

18 1(> Μ. F r a n k e l 23. II Im Dimarchion. Obertheil einer marmornen Grabstele mit bogenförmiger Bekrönung, 111 der ein Blattornament. II. 0.72, br t Die dem vierten Jahrhundert angehörende Inschrift 111 der oberen linken Ecke des Feldes der Stele. Kampanis p. 31, 323»Επιτύμβιο ν άχυβαδωτόν. Θεόδοτ ο s. Σαλαμίνος)«. Provenienz richtig bei Pittakis, Έφιημερίε II 3793»columella«scheint identisch mit Kampanis }). 30, 310» Κολωνίδιον μέ επίγραμμα Θεό φιλοs. κ. τ. λ. Αχαρν(ών)«. (Nach gütiger Auskunft des Herrn Kavvadias steht das als Angabe eines attischen Demos in der Handschrift vereinzelte Αχαρν. wirklich da.) 25. II Kampanis p. 31,324»Έπιτνμ(βιον) άχυβαδ(ωτον) σκαλισμενον άμορφον Μ νησ ιστ ράτη Σαλαμίνος)«. Die Identität mit dem sehr schönen Steine bei Ileydemann, Marmorbildwerke zu Athen 116: Friederichs-Wolters 1106 ist zweifellos, da er nach dem Zeugnifs der Expedition de Moree III p. 8 (zu Tai'. 23, 3. 4) im Museum von Aegina gewesen ist; er erfährt hier die übliche Zuweisung nach Rheneia. Nach Pittakis, Έφημερίε 273 wurde er am 16. April 1838 im Piraeus gefunden; s. zu Nr. 12. Dafs Pittakis, Έφημβρίε 1789 von dem ebenfalls aus Salamis stammenden und eine gleichlautende Inschrift tragenden, aber mit figürlichem Relief versehenen Steine C. 1. Α. II 3969 sagt»μετεκομίσθη eis την έν τ[ι Aiyivij άρχαιολογικήν Συλλογήy«, beruht gewifs nur auf Verwechselung mit dem unsrigen, obwohl er die Verschiedenheit der Steine ausdrücklich hervorhebt. Kavvadias, Γλυπτά I 826 ist Pittakis gefolgt. 26. II 401 1»tabula cum anaglypho«ist unzweifelhaft identisch mit Kampanis p. 29, 277»Ανάγλυφον με επιγραφήν, τάφοε NiKaias yvναιkos«, denn dafs jene angeblich attische Inschrift im Museum von Aegina war, ist sicher durch das Zeugnifs Virlet's (Lc Bas, Inscriptions... de Moree Call. 5 p. 176 Nr. 250). Sie steht als rheneisch C.I.Gr und Lc Bas, Yoy un( l lautet: Νίκαια Νεωνοε ; χρηστή χαίρε. Die zweite Zeile fehlt dem Abdruck 1111 C. I. Α., der nur auf eine Abschrift von Evstratiadis (bei Kumanudis, Αττικής επιγρ. επιτ /3) zurückgeht. Dafs dieser den Stein in einem Hause des Piraeus fand, beweist nichts gegen die Identität mit dem ehemals in Aegina befindlichen (s. zu Nr. 1 2). Er war dorthin aus Mykonos gekommen, ist also aus der Reihe der attischen zu streichen. 27. II Die Herkunft aus Salamis bestätigt Kampaiiis p Als rheneisch C. I. Gr l> 95 und Le Bas, Voy. II 1986.

19 Epigraphisches ans Aegina. Γ> 28. III S29. Im Dimarchion. Marmorplatte, oben und unten gebrochen. Η. ο br. 0.32, t. ο τ Ί/'/^Γ~Κ~Χ3Τ L i _ Λ Α > Ϊ Ε Ν Ι Ω Ν Α Μ APA Θ Ω Ν I Ο Ν T O N K Ρ Α Τ J Σ Τ Ο // ////////Τ Ii w ο i 1 Λ ο Kann jetzt mit Sicherheit hergestellt werden: To\v αφ' etr Ti'as Φ\ά(βιυν) -evuova Μαραθωνιον, τον Α.-ρ«Τί ΓΤθ[ν 5 /ii;cr]r[)/]v, ο (pi\o[s. In Zeile 4 stand hinter ο nichts mehr; es mufs also rechts eine andere Platte angeschlossen haben, die auch das Sigma von φίλος Z. 5 trug. Für einen von Dittenberger als zweifellos angesehenen Genetiv wie του ττατpos wäre noch eine 6. Zeile erforderlich gewesen; aber die Notwendigkeit eines solchen Zusatzes kann nicht zugegeben werden. Denn es ist schon nicht undenkbar, dafs ein Erwachsener sich den Freund eines Knaben nennt; noch weniger, dafs ein dem Geehrten Gleich alteriger von seinem Vater die Mittel zu der Stiftung erhalten hat. 29. III 912 (aus Mustoxydes' Scheden). Im Dimarchion. Deckplatte einer Rundbasis von hymettischem Marmor, rechts und links gebrochen. II.0.19, br. 0.35, t /////////// [ Μ Υ Λ Η n nun I /////////////////////////// / Υ Α /\ 7iiimmimmiimmi ο γ r α u mm αι ε ι mmnnm Α φ ε ς vacat Früher war viel mehr zu lesen Ή βονλη. κ\ ι αν ΠοΚνχαρμον ΆI ζ>ιviecos Ovyarepa /ι\νηθεΐ<ταν άφ' ecrrias. 30. III 1689 (nach C. I. Gr. 633, aus Fourmont's Scheden): Εύφάνη5 \ Επι γάνου (zv\w\vvp vs. Kampanis p. 17, 117» Τμήμα μαρμάρου το κάτωθεν evos άνα^γλύφου μα βιτιγραφάξ". Ε κφάνη s Επ i'y ev ου s Ευωνύμου«. Aus Salamis (vergi. Nr. 5), wo in der Tha.t Fourmont den Stein gesehen hatte. Εκφάνης wird, wie sicher Ευωνύμου. ein Lesefehler Kampanis' sein; ob er aber das Sigma am Ende des Vaternamens eigenmächtig hinzugefügt hat, steht dahin I.A. Iii 161 haben wir eine Ehrenbasis, auf der Spon Επιφανή ν Επι^βνου Εύωνυμεα las, der sicher ein Mitglied derselben Familie war wie der Todte von 11Γ 1689, ja vielleicht mit ihm identisch, indem Spon sehr wohl versehentlich den geläufigem Namen Epiphanes zu erkennen geglaubt haben kann. Auch in der Eplieben- Phil.-Jiist. Abh. nicht zur Ah ad. gehör. Gelehrter I. 3

20 18 Μ. FRANKEL liste C. I. Λ a. η 2 ist Εν- oder Επιφανή s (Επιγόνους (Εύωνυμεύς zu ergänzen. 31. III 21 Ii. Aus Kleusis (s. das Lwnm;i). Im Dimarchion. Relief im Giebel einer marmornen Grabstele, rechts und links gebrochen: Mann mit Ruder in einem Boot, links Delphin. II. 0.13, br. 0.15, t V I Κ Ο ς: Λ I Ο Ν Υ Σ]/ - - TIKOS Διοννσ- ///// Λ α Α Ρ Γ e Υ γ C Xo]\apyevs. Le Bas, Voy als rheneisch. 32. III Im zweiten Ilofe des Gefängnisses. Grabrelief von weifsem Marmor mit Giebel: in einer von einem Bogen abgeschlossenen Nische stehender Mann von vorn, rechts ihm zugewandt Frau. IL 1.16, br t ' I Κ Ο Σ Δ I Ο Ν Υ Σ/ Oben: ΔΙΟΝΥΣΙΟΣ hovtmos Χ Π Ο Λ Α Ω Ν Ι Ο Υ Ά ΤΓΟΛΛΟΗ'ΊΟΥ 2 ΑΛΑ Μ Ε I Ν I Ο Σ Σαλαμβίνιοε. Kampanis ρ. 1 1, 2 5 (~3 2)» Ήλθον e/c τ ής νήσου Σαλαμίνος Ανάγλυφο ν με έπιγραφήν: Διονύσιοs Απολλώνιου Σαλαμίνιος«. Kampaiiis" Herkunftsangabe bestätigen die älteren Reisenden (s. Lemma zu C. I. Gr. 762). 33. III 3092: Διόδοτος ) χαίρε. Kampanis p. 21, 168:»Ανάγλυφον το όποΐον σώζει μόνην την κεφαλήν αβλαβή [Ileydemann, Marmorbildw. και 154J τ '/ μ άναγραφήν: Διόδοτο ς χαίρε. (ζίνε τής Αίγίνης ήλθεν τήν 2 7 Ιανουαρίου 1831 ' αγορασθέν δια γρόσια τουρκικά 2ο«. Die Inschrift ist also aus den attischen zu streichen. 34. III Kampanis p. 17,120»Τμήμα μαρμάρου λευκου με επιγραφήν: Φιλοκράτης Ηρώς«mit dem Ilerkunftsverinerk Σαλαμίς (s. Nr. 5), wo Fourmont den Stein gesehen hat (C. I. Gr ). IL Megara. 35. (,'. I. Gr. Sept. 24. Im Freien vor dem Gefängnifs. Grofse Stele von weifsem Marmor. II. 1.36, br t Auf der einen Breitseite zwei Inschriften im Geigensinne: die eine (Λ). die von den früheren Augenzeugen Fourmont und Le Bas nicht mitgetheilt ist, hat grofse Buchstaben von etwa 5 Centimeter; die andere (B) ist klein und gedrängt geschrieben und namentlich rechts heute ganz abgescheuert, so dafs sie sehr schwer lesbar

21 Epigraphisches ans Aegina. Γ> ist und ich Itci drängender Zeit eine hinlängliche Entzifferung nicht versuchen konnte. Α lautet -V Ρ Α Τ Η Σ. 1 % Τ Ρ Ο I Der Verdacht, dafs diese Zeilen erst nach der Zeit Le Bas' (der den Stein schon an der heutigen Stelle fand) entstanden sind, liegt nahe, obgleich ilnn ja sehr starke Nachlässigkeiten zuzutrauen sind. Doch hat mich der seltsame Inhalt schon vor dem Original veranlagst, modernen Ursprung zu erwägen, ohne dafs ich in der tief und scharf eingegrabenen Schrift dafür ein Merkmal entdecken konnte, und es wäre dann wohl auch ein Sinn und Zweck der monumentalen Aufzeichnung schwer abzusehen. Α erscheint älter als B, etwa aus dem dritten Jahrhundert 11. Chr., und auf frühere Verwendung von Β deuten auch das Profil und die Rosette, die auf jeder Schmalseite vorhanden sind. Danach ist die Inschrift vollständig; sie wird also nur 'Aparijs ΩσνροΙ gelesen und als die Weihung eines Barbaren an eine barbarische Göttin aufgefafst werden können. 36. C. I. Gr. Sept. 25. Im Freien vor dem Gefängnifs. Marmorbasis, oben Profil. Unten gebrochen, links vorn bestofsen. II. 0.58, br. 0.49, t Unten ein Blatt und ein Vogel, der einen Zweig im Schnabel trägt. Wegen der unregelinäfsigen, eigenartigen Schrift sei ein Facsimile meiner Copie gegeben. _^ATH(- c th c A a M j g f i η πολςω oatw C c f^ Α ΡΑΥ pan Ρ l i, n Ο ζ r ί Υγ ο λ ί Α Μ Ο γ λ ί έ ^ ι ΛΛωΜΚΑ I Η ^ ΡΑλ^π HgMNH w AToYßoyAtYrHpJ^TA CK λ c-rac&η α ΤΤ ίγ^ν e Η ^ H e rroi hj CA

22 20 Μ. Frankel: Es ergibt sich, dafs eine oberste Zeile mit AyaOrj τνχ\] nur auf einem besondern Steine gestanden haben könnte. Z. 3 zu Anfang, wo die älteste Abschrift (des Petersburger Köhler) OHPOC hat, ist 0\v]rjpos, wie allgemein angenommen wurde, des Raumes wegen unmöglich, vielmehr B]fjpos zu lesen. Zu Ende von Z. 4 gibt Le Bas (Voy. II 37) falsch noch My, das erst in Z. 5 stand. 37. (λ I. Gr. Sept. 26. Der Stein ist zerschlagen, da ich ein Bruchstück im zweiten Hofe des Gefängnisses wiedergefunden habe. II. 0.17, Ι)ΐ. 0.41, t Es zeigt oben und links den Rand und umfafst von den ersten sechs Zeilen (im Corpus ist falsch gezählt) bis zu 12 Buchstaben; eine Variante ergibt sich nicht. 38. C. 1. Gr. Sept. 36. Im zweiten Hofe des Gefängnisses in der Erde steckend. Basis von weifsem Marmor mit Profil. II. mehr wie 0.45, In*. 0.53, t. 0,35. Rechts bestofsen; links schlofs ein anderer Stein an, da hier das Profil fehlt. Oben zwei Fufsspuren und zwei Zapfenlöcher: unter der Schrift freier Raum. Sie ist jetzt durch Haminerschläge beschädigt, der Anfang der Zeilen 2-4 und einige andere Buchstaben zerstört. P11- blication correct; nur ist Z. 3 mehr nach rechts zu rücken: das erste OY steht unter TO, das letzte OY unter PO. 39. C. 1. Gr. Sept. 70 Fragin. h. Im Freien vor dem Gefängnifs. Block blauen Marmors; rechts, links und oben gebrochen; in Zeile 6 nach ÄKEÜ und unter dieser Zeile freier Kaum. II. 0.50, hr. 0.57, t Nach der von Hrn. Dr. Fredricli genommenen und von mir revidirten Abschrift ist jetzt von Ζ. 1 oben ein Theil abgebrochen und fehlt αδρια gänzlich; Z. 3 ist etwa um den Raum eines Buchstabens mehr nach rechts zu rücken; zu Anfang von Z. 4 ist mehr zu lesen: ν»ογ. Die Buchstaben haben Apices. 40. C. I. Gr. Sept. 72. Ebenda. Grofse Basis von blauem Marmor mit Profil. II.0.65, br. 1.07, t Oben zwei Fufsspuren und vier Zapfenlöcher. Z. 2 ist etwas länger, Z. 3 und noch mehr Z. 4 kürzer wie Z. 1. Die Buchstaben haben Apices. 41. C. 1. Gr. Sept. 73. Ebenda. Form und Material wie Nr. 40, auch die Mafse gleich bis auf die Breite: In Z. 2 stehen je ein Punkt in mittlerer Höhe vor und nach Π AM ΦΥΛΟ l und vor 1 OY: in Z. 5 vor ST Ρ ΑΤΗ. Zeile ι steht um zwei Buchstaben über Zeile 2 und 3. die gleich lang sind, hinaus.

23 Epigraphisches ans Aegina. Γ> 42. C. I. Gr. Sept. 96. Ebenda. Grofse Basis mit Profil oben und unten. H. 0.80, br. 0.57, t, Oben zwei Zapfenlöcher. Schrift langgestreckt und schmal; unten freier Raum. Abschrift ergibt, Die von Dr. Fredrich genommene dafs die mehr runde Interpunction auch in der Mitte von Z. 2 steht: AÄiNGHNs und in Z. 4: Η τ ο Ν \ Ζ. 2 zieht sich bis unter das Μ der oberen. 43. C. I. Gr. Sept Kampanis p. 32, 350» Τετράγωνος στήλη μαρμάρου επί της κορυφής σχηματίζει, στήθος και λαιμό ν ανθρώπου άνευ κεφαλής. Η βουλή Νικίαν κτλ. Μεγ(άρων)«. In Megara hatten in der That Spon und Wlieler den Stein an einer Kirche vermauert gesehen. 44. C. I. Gr. Sept Im Freien vor dem Gefängnifs. Block von weifsem Marmor; unten und oben Ansatziläche. II. 0.88, br. 0.58, t Linke Seite der Schrift jetzt völlig abgerieben und unleserlich. Die Buchstaben haben starke Apices; Formen: Ä, e und e, Η, κ, Α, M; Ende von Ζ. 1 3 Β ι ο χ. Keine Variante. 45. C. I. Gr. Sept Im zweiten Hofe des Gefängnisses. Vierseitige Basis mit Profil. II. 0.59, br t Zu verbessern wäre an der Publication nur die Stellung der Buchstalten unter einander, lvampanis p. 13, 39 Ηλθον εκ Μεγάρων... Μάρμαρον μολυβδόχρωον, είδος κιβωτίου, με -ψήφισμα Φλαβίαν κλπ.«. Von älteren Reisenden in Megara gesehen. 46. C. I. Gr. Sept Im Dimarchion. Linke obere Ecke einer Stele von weifsem Marmor mit Giebel, in dem eine Schale. II. 0.38, br. 0.28, t. o. 10., 1 " " ~~ ~ " ~ I l< Ω Ν / Α Γ Α C Von Spon 1 in Megara noch vollständig gesehen:,,, Χ Α I Ρ Νίκο)ν AyiiOon'os : Χ"'Ρ 6 Dafs der erste Buchstabe Ny, nicht My war, ist auch heute noch sicher. Kampanis 11.32,351»θλάσμα επιτυμβίου IN ΚΩ Ν Α γαθ. κτλ. Μεγ(άρων)«. Bei Le Bas, \'<>//. II 1729 aeginetisch in dem jetzigen Zustande. III. Antikyra. 47. Der bei Le Bas, Yoy. II 1699 als aeginetisch mitgetheilte Stein wird im Gefängnifs bewahrt. Vierseitiger Block. IL br t Nach Dr. Fredrich s ( ollation sind nur die Buchstabenibrmen incorrect

24 22 Μ. FRANKEL gegeben: Apices; Alpha nicht mit ungebrochenem Querstrich, sondern durchgängig A;M. Ihren Stifter gibt die Inschrift selbst an: ό δήμος ό Αντικυρίων. Wir kennen drei Städte des Namens Antikyra. Dafs der Stein aus dem malischen Antikyra nach Aegina gebracht war, ist sehr unwahrscheinlich; er wäre aus jener Gegend der einzige. Als Etimika, der phokischen Stadt kennen wir Αντικυρεύς (Steph. Byz. Pausan. 10, 36,5 t'. Zwei nach Korinth verschleppte Inschriften, Mittheil. d. atlien. Inst. 4, 161) und Άντιicvpcuos (Steph. Byz.); schwerlich hat es noch eine dritte Form des Ethnikon gegeben. So bleibt das lokrische Antikyra übrig, und diese Provenienz wird dadurch beinahe zur Gewifsheit, dafs nach Kampanis ]). 16, den 15. October 1S30 eine bedeutendere Sendung aus dem nahen Naupaktos ankam: die Torsen zweier Statuen, einer kolossalen (109) und sicher der bei Kekule, Theseion Nr. 257 aufgeführten ( ). und eine Inschrift (112)»Πέτρα παχεία παραλληλόγραμμος μολνβδόχρωος έχουσα έπιγραφήν τήν έξης: Αύτοκράτωρ «. Hier pafst die Beschreibung völlig auf unsern Stein, und dafs er in Wahrheit mit Αυτοκράτορα beginnt, kommt bei den sonstigen Lesefehlern Kampanis' nicht in Betracht. Er ist also entweder ursprünglich von der Nachbargemeinde in Naupaktos errichtet oder später dorthin verbracht worden. Für das lokrische Antikyra haben wir demnach neben dem in der Inschrift Bullet, de corr. hellen. 5, 138 Col. 1 Z. 25 bezeugten Αντικυράτας als Ethnikon ΑντικυραΊος gewonnen. IV. Rheneia. Ib l»eilentet im Folgenden: C. I.Gr. II ndd. 2322/'.] A. Mit Unrecht Rheneia zugeschrieben. b 3. S. oben Nr. ι 2. 1) 9. S. oben Nr b 11: Τιμαρίσ τα Ακανθ ία χαίρε. Kampanis ρ. 13, 7 2: ^Εΐνε τής Αίγίνης. -- Μάρμαρον μακρύ, άνωθεν σκαλισμένον με έπιγραφήν λέγονσαν: Ίιμάριε Τααρην ία χαίρε«. Bei Le Bas, 1 Oy. II 1739 richtig unter Aegina. Der Stein befindet sich im Dimarchion, wo ich ihn abgeschrieben habe. />36. S. unten Nr h 42. S. oben Nr. 2 1.

25 Epigraphisches ans Aegina. Γ> 49. />43 (Le Bas 1991). Kampaiiis p. 32,339»Μισόν άνάγλυφον. Αγαθοκλής κ. τ. λ. Αιγ(ίνης)«. 50. l> 47 Las 2029). Ist von Vi riet [Expedition de Moree II 79 und Le Bas, Inscr.... de Moree Call. 2 p. 151 Nr. 43) in Mist.ra abgeschrieben, stammt also aus Sparta. Der Stein befindet sich im Dimarchion; die Publicationen sind recht fehlerhaft. Meine Lesung ist: Άννα Αφροδειτω εαυτή και τω ιδί ω άνδρεί Κείθυι κ«ί τέκνω I ερυλλίωνι [μ \veias χάριν. 51. b ) Kampanis ρ. 15, 83-84» τ Ηλθον την ι6 Αύγουστου 1830 αγορασθέντα παρά της Α. έκλαμπρότητος του Π()θέδρου. 83 Συνθλασμένον άι'άγλυφον δύο σωμάτων IIeydemann, Marmorbildw. zu Athen 100], εχόντων επιγραφάς Ασιατικός Νεικηφα καΐ άλλη«. Danach ist als sicher anzunehmen, dafs Mustoxydes Nr. 51 und 52 in Aegina selbst erwarb, und da nicht ausserdem eine Provenienz angegeben wird, dürfen wir an der Herkunft von dort nicht zweifeln, die auch in der ersten Veröffentlichung Expedition de Moree III 62 Nr. 33 bezeugt wird. 52. b 57 (Le Bas 1978). Kampanis p. 15,84»Ανάγλυφαν σώο ν δύο σωμάτων [Kekule, Theseion 3 5l εχόντων τάς έξης έπιγραφάς Αφθόνητος Σωτηρίωνος. ΣωτηρΙς Φ ιλου μένης. έχον κάτωθεν ένα ήμίονον«. Vergl. zu Nr. 5 ι 53 b 62 (Le Bas 1980). Kampanis p » 6:ινε της Αιγίνης. -- Μάρμαρον καθαρόν έπιτύμβιον με έπιγραφάς λεγ ούσας: Δ α μ ω Δ ι ο γ έ ν ο ν χαΐρε. Ταραντΐνε Γαραντίνου χαίρε«. 54 b "jo (Le Bas 1983): Θεόφιλος (ζύ κλέους u.s.w. ist gewis identisch mit Kainpanis p. 14, 74»tü'e της Αίγίνης. -- Τεμάχιον μαρμάρου με έπιγραφην θώφιλος κλπ.«. 55 b η 2. Kainpanis ρ η Εινε τηςαίγίνΐ}ς. Τεμάχιον μαρμάρου λευκού, με έπιγραφην λέγουσαν, Σιβοίτης ΙΧαιμένου χαίρε«. Bei Le Bas 1727 richtig unter Aegina. Von mir im Dimarchion abgeschrieben. 56. />74 (Le Bas 2008). Kampanis p. 14, 73» G2Ve της Αιγίνης. -- Τεμάχιον μαρμάρου με έπιγραφην. Κερδών Αλεξάνδρου χαίρε«. Von mir im Dimarchion abgeschrieben. b 95. S. oben Nr. 27. B. Rheneische Provenienz sicher. 57. />10 (Le Bas 1932). Kampanis [>.30,298»Ανάγλυφον [Kekule. Theseion 285J με επίγραμμα, Φιλόξενε Φιλοξένου. /ληλου«.

26 24 Μ. FRANKEL 58. (> ι 2 (Lc I >as 1936). Kampanis ρ. 30, 299»Ανάγλ(υφον) έλλειπες κατά την κεφαλήν Ζήνων Ζην... Δήλ(ον)«. Im Dimarchion. Untertlieil eines Grabreliefs: stellender Mann. II. 0.33, br. 0.28, t Ζ Η Ν Λ Ν Ζ Η Ν Ω Ν Ο Σ Α Ζ,',νων Ζήνωνος Ά- λ e : ΑΝ Δ Ρ Β Υ Χ Ρ Η Σ λβξανδρβ ϋ χρησ- Τ Ε Χ Α Ι Ρ Ε Te '> Χ ατ Ρ > 2θ (Lc Bas 1949) Ka.1111 )anis ]). 30, )θ2» κίπιτυμβιον τετραγωνον με στεφανον izicrias Έρμίου κ. τ. λ. Δήλ(ου)«. 6ο. />2i. Kampa.nis ρ. 3 2 > 34&»(ζπιτυμβιον μαρμάρου Διονύσιε Κοδίνιε κτλ. Δήλ(ου). Cli. Lenormant (Le Bas, Iiiscr.... de Moree, Call. 5 p. 165 und Expedition de Moree III p. 37 Nr. 35) las Κοσσύνιε: Pittakis Κοσσινιε, was auch Le Bas, Voij gibt. 61. />23 (Le Bas 1950). Kampanis p. 31, 326» GVπτύμβ(ιον) άνάγλυφον άνήρ εστηκώς και πλησίον αύτοΰ εν τταιδάριον Kekule, Theseion 278] Γοργία δ.... κλπ. Δήλ(ου)«. 62. I) 24 (Le Bas ) Kampanis ρ. 30, 300»Ανάγλ(νφον) θλασμενον Μαλχίω ν κ. τ. λ. Αήλ(ου) Im Diinarcliion. Grabstein von Marmor, oben gebrochen. In vertiertein Fehle zwischen Pfeilern nach rechts sitzender Mann, links neben ihm ein stehender Mann und eine kleinere Figur. II.0.35, br. 0.37, t Μ Α Λ < I Ω Ν ΑΠΟΛΛΩΝΙΟΥ λ Α Ο Δ I Κ Ε Υ Χ Ρ Η Σ Τ Ε 5 ΧΑΙΡΕ ^33 Bas 1962). Kainpanis ρ. 32, 337 " ^7τιτνμ(βιον) ανάγλυφου μικρόν Kekule, Theseion 44Ι ή επιγραφή φθαρμένη Ρωμαία κ. τ. λ. Δήλ(ου) «. Die Identität wird nicht zweifelhaft sein: die erste schwer lesbare Zeile, die Pittakis und Le Bas recht verschieden geben, hat Kampanis nicht entziffern können und diefs durch Punkte angedeutet. 64. />39 (Le Bas 1971). Kampanis p. 13,65»'Gc της νήσου Δήλου. Τεμάχιον άναγλύφου με έπιγραφήν λεγουσαν: Αλέξανδpos Νικολάου. Αλέξας Αλεξάνδρου. Σύριοι χρηστοί χαίρετε«. Im Diinarcliion. Untertheil eines Grabreliefs von Marmor: von einem sitzenden

27 Epigraphisches ans Aegina. Γ> und einein vor ihm stellenden Mann nur die Füfse erhalten. H. o. 19. br. 0.30, t λ Λ e I Α Ν Δ Ρ Ο C Ν I KO AAOYAAGHXCA Λ e Η ΑΝΔΡΟΥ CYPIOI X PHCTOI Χ ΑIP T 65. b 61 (Le Bas 2001). Kampanis p »Ναυάγιο ν TIVOS Γ λύκων Πρωτογόνου κ.τ.λ. Δήλ{ου)«. Boeckh gibt nach Pittakis Γλαύκων: wie Kampanis lesen auch Le Bas und Heydemann, Marmorbildwerke zu Athen b 68 (Le Bas 2038). Kampanis p » Elve της Δήλου, άφιερωσεν αυτά 6 Κ. Γ. Μαυρογενης την ι8 Απριλίου Ανάγλυφο ν 8ύο ττροσώττων έχον έττιγραφήν: Ζώσα Φιλομήτωρ χρηστή χαίρε«. Expedition de Moree III; ρ. 8:»Genant de Delos et dessinee I Τ. 1 7, 11 ä Tinos« (Le Bas 2042). Kampanis p. 32,352»'(ζτερον (θλάσμα) μικρούτζικον μέλαινα. Δήλ(ου)«. Im Dimarchion. Linke obere Ecke einer Grabstele mit Giebel. H. 0.26, br. 0.21, t Μ Ε Λ Α I Kl / Me\aiv[a. 68. b 84 (Le Bas 2016). Kampanis p. 13, 59»'Gc τής νήσου /\ήλου. Ανάγλυφον με επιγραφή ν λεγονσαν, Κό IVTOS- ευρισκομένου εις τιιν κλίνη ν του ανδρός, παρακάθηται ή τούτου σύζυγος«. Die Identität geht aus der Beschreibung des Reliefs hervor. Kekule, Theseion 238. b 95. S. oben Nr b 98 als rheneisch; als aeginetischc.lgr.il add und Le Bas, Voy Kampanis p. 32,349» Επιτύμβιο ν μικρόν (Ξρpios Αγοριος κτλ. Δ;/λ(ου)«. Im Dimarchion. Grabstein mit Giebel. IL 0.47, br. unten 0.29, oben 0.24, t Abschrift von Fredricli. Ε Ρ Ρ Ι Ο Σ Α Γ Ε Ι Ρ Ι Ο Π Ρ Η Π Ε XÄIPE I70. Es seien hier die Stücke aufgezählt, deren Ursprung aus Rheneia, durch andere Zeugen wie Kampanis festgestellt ist; s. die Lemmata: b ^6. 93.I 71. Den rheneischen Inschriften hinzuzufügen ist die C. I. Gr. II add. 2346c: als tenisch gegebene, nach Kampanis p. 23, 188 (den Herkunftsvermerk s. oben zu Nr. 66)»Ανάγλυφον [Kekule, Theseion 53. Cavvadias. Phil. - hist Abh. nicht zur Akad. gehör. Gelehrter I. i

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